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Politische Zusammensetzung

Sitzverteilungen

Sitzverteilung nach Parteien

Eine starke Stellung kommt der aus den drei kleinen Parteien DSP, EVP und Grünliberale bestehenden Mitte zu. Der linke (45) und der rechte (43) Block erreichen für sich alleine keine Mehrheit.

Grafik rechts: Parteistärken per Wahltag am 14.09.2008





Sitzverteilung nach Fraktionen

Die Grossratsmitglieder haben sich in acht Fraktionen zusammengeschlossen.

Fraktion Sitze
SP Sozialdemokratische Partei 32
SVP Schweizerische Volkspartei 15
GB Grünes Bündnis 14
FDP Freisinnig-demokratische Partei 11
LDP Liberal-demokratische Partei 9
CVP Christlichdemokratische Partei 8
GLP Grünliberale Partei 6
EVP/
DSP
Evangelische Volkspartei /
Demokratisch-Soziale Partei
5

Fraktionsbezeichnungen und aktuelle Anzahl Sitze.


Näheres zur Verteilung von Sitzen: Proporzsystem

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Geschichtlicher Rückblick

Traditionsparteien

Das baselstädtische Parteiengefüge kennt mit der Sozialdemokratischen Partei (SP) sowie den bürgerlichen Parteien Freisinnig-demokratische Partei (FDP), Liberal-demokratische Partei (LDP) und Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) vier Traditionsparteien, die seit Einführung des Proporzes 1905 ununterbrochen Einsitz im Grossen Rat haben. Mit dem Proporz verloren die Freisinnigen ihre seit 1875 gehaltene überragende Stellung in der Basler Politik. Schon 1908 überholte die SP die Freisinnigen. Von diesen spaltete sich 1911 die Bürger- und Gewerbepartei (BGP) ab, die dann bis 1957 im Grossen Rat vertreten war.

Rotes Basel

1920-1923 erreichte die Linke im Grossen Rat erstmals eine Mehrheit. 1921 spalteten sich die Kommunisten (KP) allerdings von der SP ab. Von 1938 bis 1940 war neben der Regierung auch der Grosse Rat – letztmals – wieder „rot“; 1940 wurde die KP durch den Bundesrat verboten. Nachfolgepartei war 1944 die Partei der Arbeit (PdA).

Ab 1938 war der Landesring der Unabhängigen (LdU) zeitweise sehr stark im Rat vertreten, 1941 vorübergehend sogar als zweitstärkste Fraktion. 1996 löste sich die Basler Sektion auf. Die Vereinigung evangelischer Wähler (VEW) ging 1948 aus der (1920 gegründeten) Evangelischen Volkspartei (EVP) hervor. 1953 erreichte die VEW erstmals Fraktionsstärke; sie konnte diese – dank starker Position in Riehen – bis heute halten. Ende 2006 benannte sich die VEW wieder in EVP um.

Neue Bewegungen und Parteien

Ab den 70er Jahren entstanden neue Bewegungen. So war die Progressive Organisation Basel (POB) im Grossen Rat von 1972 bis 1992 mit bis zu 15 Sitzen vertreten; 1993 löste sie sich auf. Auf rechter Seite holte die Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat 1972 10 Mandate. Aus dieser Bewegung gingen später die Schweizer Demokraten hervor.

1982 kam es innerhalb der SP erneut zur Spaltung, diesmal am rechten Flügel der Partei: Ein Teil der SP gründete die Demokratisch-Soziale Partei (DSP). Sie hielt bis 2008 Fraktionsstärke und stellte von 1994 bis 2005 auch einen Regierungsrat. 2009 löste sich die DSP auf.

1991 entstanden die Grüne Partei Basel-Stadt (GP) und die Frauenliste (FraB), 1995 Basels starke Alternative (BastA!). 2002 löste sich die FraB auf. Die Grünen und BastA treten seit 2005 als Fraktion Grünes Bündnis auf und stellen seit 2005 auch einen Regierungsrat.

Aufsteigerin der letzten Jahre ist die Schweizerische Volkspartei (SVP). Sie zog 1992 in den Grossen Rat ein; im Jahr 2000 wurde sie mit 14 Mandaten viertstärkste Fraktion. Diese zerstritt sich allerdings und brach 2004 in SVP und Schweizerische Bürger-Partei (SBP) auseinander. 2004 schafften die SBP wie auch die Schweizer Demokraten die Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr. Bei den Wahlen 2008 überholte die SVP die FDP als zweitstärkste Fraktion. Neu schafften die Grünliberalen (GLP) den Sprung in den Grossen Rat, und dies gleich in Fraktionsstärke.

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