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1920-1923 erreichte die Linke im Grossen Rat erstmals eine Mehrheit. 1921 spalteten sich die Kommunisten (KP) allerdings von der SP ab. Von 1938 bis 1940 war neben der Regierung auch der Grosse Rat – letztmals – wieder „rot“; 1940 wurde die KP durch den Bundesrat verboten. Nachfolgepartei war 1944 die Partei der Arbeit (PdA).
Ab 1938 war der Landesring der Unabhängigen (LdU) zeitweise sehr stark im Rat vertreten, 1941 vorübergehend sogar als zweitstärkste Fraktion. 1996 löste sich die Basler Sektion auf. Die Vereinigung evangelischer Wähler (VEW) ging 1948 aus der (1920 gegründeten) Evangelischen Volkspartei (EVP) hervor. 1953 erreichte die VEW erstmals Fraktionsstärke; sie konnte diese – dank starker Position in Riehen – bis heute halten. Ende 2006 benannte sich die VEW wieder in EVP um.
Ab den 70er Jahren entstanden neue Bewegungen. So war die Progressive Organisation Basel (POB) im Grossen Rat von 1972 bis 1992 mit bis zu 15 Sitzen vertreten; 1993 löste sie sich auf. Auf rechter Seite holte die Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat 1972 10 Mandate. Aus dieser Bewegung gingen später die Schweizer Demokraten hervor.
1982 kam es innerhalb der SP erneut zur Spaltung, diesmal am rechten Flügel der Partei: Ein Teil der SP gründete die Demokratisch-Soziale Partei (DSP). Sie hielt bis 2008 Fraktionsstärke und stellte von 1994 bis 2005 auch einen Regierungsrat. 2009 löste sich die DSP auf.
1991 entstanden die Grüne Partei Basel-Stadt (GP) und die Frauenliste (FraB), 1995 Basels starke Alternative (BastA!). 2002 löste sich die FraB auf. Die Grünen und BastA treten seit 2005 als Fraktion Grünes Bündnis auf und stellen seit 2005 auch einen Regierungsrat.
Aufsteigerin der letzten Jahre ist die Schweizerische Volkspartei (SVP). Sie zog 1992 in den Grossen Rat ein; im Jahr 2000 wurde sie mit 14 Mandaten viertstärkste Fraktion. Diese zerstritt sich allerdings und brach 2004 in SVP und Schweizerische Bürger-Partei (SBP) auseinander. 2004 schafften die SBP wie auch die Schweizer Demokraten die Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr. Bei den Wahlen 2008 überholte die SVP die FDP als zweitstärkste Fraktion. Neu schafften die Grünliberalen (GLP) den Sprung in den Grossen Rat, und dies gleich in Fraktionsstärke.